Frank Weidenbach


Über Frank Weidenbach

"Linien nennt Frank Weidenbach seine aktuelle Serie der Zeichnungen, die ein Liniennetz mit sich im rechten Winkel kreuzenden, das Blatt gleichmäßig durchziehenden Linien zeigen. Die mit schwarzer Tusche und großer Konzentration auf das Papier gesetzten Linien verweisen auf nichts anderes als auf das, was sie sind: Linien. Damit sind die genau kalkuliert wirkenden Zeichnungen Weidenbachs der Minimal Art verpflichtet. Dennoch beinhalten sie auch das Element des Zufalls. Aus dem so eng als möglich mit dem Lineal gezogenen Linienraster ergibt sich in der Gesamterscheinung eine unregelmäßige Struktur in den Grauabstufungen, die im Voraus nicht berechenbar ist. Auch der Bildträger selbst weist das Element des Zufalls auf, denn es handelt sich hier um zufällig  gesammelte Papierreste unterschiedlicher Beschaffenheit, die zugleich das Bildformat vorgeben. Den streng linear gesetzten Horizontal- und Vertikallinien sind die Blätter mit den aus freier Hand gezogenen Linien gegenüber gestellt, die in ihrer optischen Unregelmäßigkeit und Lebendigkeit des Liniengefüges eine eigene Bildästhetik aufweisen."

Dr. Dagmar Preising in "Ulf Hegewald und Freunde“, Xylon Museum Schwetzingen, 2013

 


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